Otto Bepler - Kulturring Heuchelheim-Kinzenbach

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Otto Bepler

Otto Bepler & Otto Jox

 Otto Bepler (1912-2005)




Nach seiner Rückkehr aus Kriegsgefangenschaft ergriff Otto Bepler im Herbst 1947 die Initiative zur Gründung des Kulturrings Heuchelheim und übernahm auch dessen Leitung, bis sich seine politische Tätigkeit weiter verstärkte (ab 1956 war er 1. Kreisbeigeordneter) und er den Vorsitz ab 1957 in die Hände von Lehrer Otto Jox legte.

Schon 1953 kandidierte Otto Bepler für den Bundestag für die SPD. Im Oktober 1961 wurde er einstimmig zum Bürgermeister der Gemeinde Heuchelheim gewählt. Dieses Amt behielt er bis 1977, bis vorübergehend die Lahnstadt installiert wurde. Neben reger Bautätigkeit (u.a. Wilhelm-Leuschner-Schule, Hallenschwimmbad, neues Verwaltungsgebäude, Großsporthalle) wurde in der Amtszeit von Otto Bepler 1967 der Zusammenschluss mit Kinzenbach zu einer Gemeinde vollzogen und 1971 die Partnerschaft mit der südfranzösischen Gemeinde Gémenos aus der Taufe gehoben.

Nach dem Tod von Otto Jox 1982 erklärte sich Otto Bepler erneut zur Übernahme der Leitung des Kulturrings bereit und behielt den Vorsitz bis 1989, als er dann zum Ehrenvorsitzenden ernannt wurde. In den 58 Jahren seiner Mitgliedschaft im Kulturring war Otto Bepler 17 Jahre Vorsitzender, 25 Jahre stellvertretender Vorsitzender, worin auch seine Bürgermeisterjahre fielen, und 16 Jahre Ehrenvorsitzender. Bleibende Verdienste hat sich Otto Bepler mit der Dokumentierung der Ortsgeschichte erworben. Nachdem die 1938 von Dr. Konrad Reidt erstellt Ortschronik und auch das unter wesentlicher Mitarbeit von Otto Bepler herausgegebene Heimatbuch „Heuchelheim in Wort und Bild" vergriffen waren, machte sich Otto Bepler in leitender Funktion daran, eine neue, wesentlich erweiterte Ortschronik für Heuchelheim und später auch für Kinzenbach eine Erstchronik zu erstellen. Beide 1987 und 1991 aufgelegte Werke fanden bei Experten ungeteilte Anerkennung.

Auf der Grundlage verschiedener Vorträge von Otto Bepler hat der Kulturring aus der Feder von Otto Bepler einige Broschüren herausgebracht, die heute größtenteils zum Erwerb noch vorrätig sind. Die Titel lauten: „Sarajewo - 1914 und heute", „Wilhelm Leuschner – Opfer und Vermächtnis", „Friedrich Ebert – erster deutscher Reichspräsident" und das Heft über die Judenvertreibung mit dem Titel „Sie lebten mitten unter uns…". In weiser Voraussicht hatte Otto Bepler bereits Ende der 60er Jahre des vorigen Jahrh. dafür gesorgt, dass eine Rücklage für den Aufbau eines Heimatmuseums gebildet wurde. Sie bildete den Grundstock für die heutigen beiden sehenswerten Museen, Heimatmuseum im ehemaligen Kinzenbacher Bahnhof und Kamera-Museum in der Wilhelmstraße 36.   

1997 wurde Otto Bepler auf Vorschlag des Kulturrings für seine vielfältigen Verdienste von den Gemeindegremien zum Ehrenbürger der Gemeinde ernannt. Neben weiteren zahlreichen öffentlichen Auszeichnungen war Otto Bepler Träger des Bundesverdienstkreuzes. Im Neubaugebiet Bölz ist inzwischen Otto Bepler eine Straße gewidmet.


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